Die IKT-Umfrage

Kirchenmitglieder sind für Gleichbehandlung

Die Ergebnisse der Umfrage der Regenbogen-NAK vom Internationalen Kirchentag 2014 in München liegen vor. Demnach steht die große Mehrheit der Teilnehmer  Homo-, Bi- und Transsexuellen offen und tolerant gegenüber. In allen abgefragten gesellschaftlichen und kirchlichen Gegenwartsfragen wie Trausegen, Adoption oder Amts- und Lehrtätigkeit sind die befragten Geschwister überwiegend für eine Abschaffung von Unterschieden.

Knapp 1.700 Kirchentagsbesucher haben an der Umfrage teilgenommen, die vom 6. bis 8. Juni 2014 am Stand der Regenbogen-NAK auf dem IKT durchgeführt wurde. Abgefragt wurden Meinungen, Haltungen und Einschätzungen rund um Homo-, Bi- und Transsexualität in der NAK und der Gesellschaft. 

Die Umfrageergebnisse im Detail

Die Kernergebnisse zusammengefasst:

  • Über ein Drittel der Teilnehmer kennt Homo-, Bi- und Transsexuelle aus der Gemeinde oder dem Kirchenbezirk.
  • Über 80 Prozent der Befragten geben an, dass homosexuelle Geschwister ihrem Empfinden nach in ihrem Kirchenbezirk akzeptiert werden und gleichgestellt leben können ("Trifft voll zu" und "Trifft eher zu"). Danach gefragt, ob die NAK noch zwischen homo- und heterosexuellen Mitgliedern unterscheidet, ist ungefähr die Hälfte der Teilnehmer der Ansicht, dass keine Ungleichbehandlung mehr besteht - damit gehen sie von einer größeren Gleichberechtigung aus, als sie tatsächlich gegeben ist.
  • Über drei Viertel der Befragten ist der Meinung, dass homosexuellen Paaren ein Trausegen gespendet werden sollte ("Trifft voll zu" und "Trifft eher zu").
  • Rund 80 Prozent hätten keine oder kaum Probleme damit, wenn ihr Hauspriester schwul wäre.
  • Besonders groß ist die Zustimmung bei der Frage, ob homosexuelle Frauen und Männer Sonntagsschule und Religionsunterricht halten sollen dürfen. Hier stimmen rund 80 Prozent "voll zu".
  • Ebenfalls ca. 80 Prozent der Befragten geben an, keinerlei Problem damit zu haben, wenn ein Bruder mit transsexueller Vergangenheit, der also im Körper einer Frau geboren wurde, neben ihm oder ihr in der Kirchenbank sitzen würde.
  • Auch der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare stehen die Teilnehmer der Umfrage positiv gegenüber, über drei Viertel stimmen dem "voll" oder "eher" zu.
  • Als generelle Tendenz ist ersichtlich: Bei den Gegenwartsfragen zeigen sich jüngere und weibliche Standbesucher progressiver als ältere und männliche.
  • Bei der Betrachtung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich unter den Standbesuchern und Teilnehmern sicherlich mehr wohlwollende als ablehnende Kirchenmitglieder befanden, was das Ergebnis tendenziell positiv beeinflusst haben mag. Die Umfrage liefert aber doch ein Richtungs- und Stimmungsbild, das unseren persönlichen Erfahrungen in den Gemeinden vielfach entspricht.

Nächste Treffen:

28.-30. April 2017: Amsterdam (Niederlande)

27.-29. Oktober 2017: Offenbach (Deutschland)

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