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Ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai.

Seit 2005 wird jedes Jahr am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homophobie begangen. Die Initiative ging von dem Wissenschaftler und Schwulenrechts-Aktivisten Louis-George Tin aus. Heute wird der Tag vielfach auf Transsexuelle ausgeweitet. Ziel des Tages ist es, ein besonderes Zeichen gegen die Diskriminierung von homo- und transsexuellen Menschen zu setzen. In vielen großen Städten finden am 17.5. besondere Veranstaltungen wie etwa Flashmobs oder Vorträge statt. Das Datum erinnert an den 17. Mai 1990. An diesem Tag strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von ihrer Liste der Krankheiten. Der Begriff Homo- bzw. Transphobie bezeichnet eine Haltung, die sich durch Angst, Abneigung und Feindseligkeit gegenüber homo- bzw. transsexuellen Menschen auszeichnet. Homo- bzw. Transphobie äußert sich nach außen durch Diskriminierung und Gewalt gegen Homo- und Transsexuelle.

Homo- und Transphobie immer noch auf der Tagesordnung

Traurige Realität: Auch im Jahr 2012 werden noch unzählige Menschen aufgrund ihrer Homo- oder Transsexualität diskriminiert. Homosexualität ist weltweit in 68 Ländern strafbar. 29 von ihnen liegen in Afrika. Ein Beispiel, das jüngst weltweit durch die Medien ging, ist Uganda. In dem Land sind Ausgrenzung, verbale und körperliche Gewalt gegen schwule, lesbische, bisexuelle sowie transsexuelle Menschen auf der Tagesordnung. Vor kurzem wurde in dem afrikanischen Land ein homosexueller Mann mit einem Hammer erschlagen. Menschenrechts-Aktivisten vermuten hinter der Tat einen politisch motivierten Mord. Ein Boulevardblatt veröffentlichte wenige Monate zuvor eine Liste mit 100 Homosexuellen Ugandas und dem Aufruf „Hängt sie!“ Darunter: der später getötete Mann. Ausgangspunkt der Diskriminierung in Uganda sind nicht nur Politiker und Medien, sondern auch die Kirche. Bei der Trauerfeier des jungen Mannes aus Uganda schwang der Pastor flammende Reden gegen Homosexualität.

Homophobie ist nicht nur ein Thema in Afrika. Auch auf dem europäischen Kontinent sind Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit und daraus resultierende Diskriminierungen noch weit verbreitet. In Russland wurde jüngst der Entwurf für ein Gesetz diskutiert, das öffentliches Sprechen über Homosexualität landesweit bestrafen soll. In der Stadt St. Petersburg ist das Gesetz schon in Kraft. Grund für das Gesetz: Positiv dargestellte Homosexualität habe einen schlechten Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Auch Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche sind unter den Befürwortern.

Auch in Mitteleuropa ist Diskriminierung aufgrund von Homo- und Transsexualität noch immer präsent. Aktuelle Studien etwa aus Deutschland belegen, dass unter Jugendlichen homophobe Tendenzen weit verbreitet sind. Besonders stark sei die Ablehnung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. In vielen Bereichen des täglichen Lebens wie Schule, Beruf, Vereinsleben und Kirche sind Homo- und Transsexuelle noch immer Benachteiligungen und offener Diskriminierung ausgesetzt.

Homophobie auch ein Thema in unserer Kirche?

Diskriminierung und Ausgrenzung machen vor unserer Kirche nicht halt. In vielen Gebietskirchen, Bezirken und Gemeinden erfahren homo- und transsexuelle Geschwister noch immer psychische und seelische Verletzungen durch das ablehnende Verhalten anderer Geschwister oder Seelsorger. Der 17. Mai soll auch für neuapostolischen Christen ein Tag sein, an dem sie sich besonders Gedanken darüber machen, ob sie – vielleicht auch unbewusst – homo- oder transsexuelle Geschwister ausgrenzen oder benachteiligen. Gleichzeitig ist die Kirchenleitung gefordert, durch ihre Entscheidungen und Regelungen ein Klima zu schaffen, das homo- und transphobe Einstellungen abbauen hilft. Die Regenbogen-NAK setzt sich für einen Umgang miteinander ein, der von gegenseitiger Akzeptanz und Offenheit für andere Lebensweisen geprägt ist. Homo- und Transphobie sollten im Jahr 2012 keinen Platz mehr in der Neuapostolischen Kirche haben!

Die Regenbogen-NAK baut hier gerne eine Brücke und stellt Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung. In vielen Gemeinden gibt es Ansprechpartner. Über unsere Homepage können Informationen und Kontaktadressen abgerufen werden: www.regenbogen-nak.org

 


Nächste Treffen:

28.-30. April 2017: Amsterdam (Niederlande)

27.-29. Oktober 2017: Offenbach (Deutschland)

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