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Vielfalt unterm Sonnenschirm – IKT 2014

Unter dem Motto „all inclusive“ präsentierte sich Regenbogen-NAK vom 6. bis 8. Juni beim IKT 2014 in München. Mehrere tausend Kirchentagsteilnehmer informierten sich am Stand und besuchten die Veranstaltungen.

Mitglieder der Stand-Crew der Regenbogen-NAK am IKT

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Ein stolzer Ozeandampfer unter einem strahlenden Regenbogen: Schon von weitem war das markante Erkennungszeichen des Standes in der Olympiahalle zu sehen. Unweit des Osteingangs der Halle zog der Stand die Blicke vieler Besucher auf sich. Wer näher trat, entdeckte eine Urlaubslandschaft mit Kreuzfahrtschiff, Liegestühlen, Sand und Strandbar. Unter dem Motto „all inclusive“ präsentierte sich Regenbogen-NAK am ersten Internationalen Kirchentag (IKT) der Neuapostolischen Kirche in München.

„all inclusive“ – „alle(s) inbegriffen“, nicht nur im Urlaub sondern auch in der  Kirche. Dieser Gedanke lag dem IKT-Auftritt der Regenbogen-NAK zugrunde. In den Gemeinden sollen alle Menschen Raum finden, unabhängig davon, wer sie sind, wie sie leben oder lieben – weil Vielfalt bereichert. Das Prinzip der Inklusion setzte die Gruppe in dem Wortspiel „all inclusive“ um. Die Assoziation mit Urlaub sollte die Kirchentagsteilnehmer aufmerksam machen und zu einem Besuch einladen. Mit Erfolg: Mehrere tausend IKT-Teilnehmer besuchten an den drei Veranstaltungstagen den Stand.

Infos, Ratschläge und ein offenes Ohr

Ein Team von rund 25 Mitgliedern der Regenbogen-NAK betreute die Besucher abwechseln am Stand. Sie standen für Fragen und Gespräche zur Verfügung und luden Vorbeigehende zu den Mitmach-Aktionen ein. Unter den Besuchern waren homo-, bi- und transsexuelle Geschwister ebenso wie heterosexuelle Brüder und Schwestern, darunter zahlreiche Amtsträger. Viele Besucher kamen mit Fragen zur Arbeit der Gruppe und zur Situation Homo-, Bi- und Transsexueller in der Neuapostolischen Kirche. Andere hatten persönliche Anliegen und baten um ein offenes Ohr und Ratschläge. Auch Vertreter der Eltern-Initiative der Regenbogen-NAK waren vor Ort und führten Gespräche mit betroffenen Eltern und Angehörigen.

An bunten Stehtischen konnten Besucher einen Fragenbogen ausfüllen, der extra für die Veranstaltung erstellt wurde. Gefragt waren eigene Erfahrungen und Haltungen in Bezug auf Homo-, Bi- und Transsexualität. Über 1.600 Besucher beteiligen sich an der Aktion, die Ergebnisse werden in einigen Wochen hier veröffentlicht. Im hinteren Teil des Standes waren Sitzgruppen aufgestellt. Dort konnten sich Besucher zurückziehen, um mit Mitgliedern der Regenbogen-NAK zu sprechen oder einmal durchzuatmen. Zudem gab es eine Hütte, in der vertrauliche Gespräche geführt werden konnten.

„all inclusive“-Fotoshooting

Vor der Kulisse des Kreuzfahrtschiffs fand eine Foto-Aktion statt, bei der sich Besucher im Urlaubs-Look fotografieren lassen konnten. Die Bilder wurden direkt ausgedruckt und an zwei große Wände in der Mitte des Standes gehängt. So entstand nach und nach ein großes Bild von vielen hundert Menschen, das den „all inclusive“-Gedanken in der Kirche versinnbildlichen sollte. Zudem konnten die IKT-Teilnehmer ihre Gedanken und Wünsche auf bunte Post-its schreiben und an eine Plakatwand hängen. Das Ergebnis war ein Regenbogen voller Grüße und Anregungen.

Großes Interesse fanden die Infomaterialien, die das Team der Regenbogen-NAK anbot. Auf Postkarten und Buttons standen die Sprüche „Liebe ist bunt“, „Gemeinde ist bunt“, „Kirche ist bunt“, zusammen mit bunten Urlaubsmotiven. Infoflyer in Deutsch und Englisch gaben einen Einblick in die Ziele und Arbeit der Gruppe. Zudem hatte das Team ein 8-seitiges Magazin zum IKT erstellt, das das Motto „all inclusive“ von verschiedenen Seiten beleuchtete. In kurzen Statements erklärten darin Geschwister und Amtsträger aus aller Welt, was „all inclusive“ für sie in ihrer Kirche bedeutet. Die IKT-Motive, das Magazin und weitere Infomaterialien stehen zum Herunterladen zur Verfügung.

Stammapostel zu Besuch

Das Team der Regenbogen-NAK hatte im Vorfeld alle teilnehmenden Bezirksapostel sowie europäischen Apostel mit einem Brief zu einem Besuch am Stand eingeladen. Etliche von ihnen folgten der Einladung. In den Gesprächen mit ihnen ging es um die Situation homo-, bi- und transsexueller Geschwister in den jeweiligen Arbeitsbereichen sowie die weitere Arbeit auf internationaler Ebene. Am Samstagnachmittag besuchte Stammapostel Jean-Luc Schneider für einige Augenblicke den Stand und sprach mit den Mitgliedern. In der Podiumsdiskussion zuvor hatte der Stammapostel berichtet, dass Homosexualität speziell in der Kirche in Afrika ein großes Problem darstelle. Homosexualität werde dort als Sünde angesehen, Betroffene werden angefeindet. Vor diesem Hintergrund bat der Stammapostel um Verständnis, dass eine Änderung der offiziellen Stellungnahme der Kirche zur Homosexualität kurz- oder mittelfristig nicht erfolgen wird.

Neben der Präsenz am Stand bot Regenbogen-NAK auch zwei Veranstaltungen an. Am Freitag lud die Eltern-Initiative zu einem Vortrag und Forum für Eltern ein. Helmut Simon und Jürgen Weiß informierten über die Ziele der Initiative und die Herausforderungen und Probleme, vor denen die Familien von Homo-, Bi- und Transsexuellen häufig stehen. Später kam Bezirksapostel Markus Fehlbaum hinzu und beteiligte sich an der Gesprächsrunde. Er berichtete unter anderem vom Konzept der individuellen Seelsorge für homo-, bi- und transsexuelle Geschwister, das derzeit unter Beteiligung der Regenbogen-NAK in seinem Arbeitsbereich erarbeitet wird.

Gesprächsrunde mit Bezirksaposteln und Mitgliedern

Über hundert Besucher lockte am Samstag die Gesprächsrunde „Die Regenbogen-NAK zum Kennenlernen“ auf dem Vorplatz der Olympiahalle an. Prominente Gäste bei der von André Weiß moderierten Runde waren die Bezirksapostel Wilfried Klingler und Bernd Koberstein. Klingler, der von Anfang in die Gespräche zwischen Regenbogen-NAK und der Kirche involviert war, berichtete von seinen ersten Berührungspunkten mit der Thematik und der Entwicklung der offiziellen Gespräche. Zudem sprach er über die Herausforderungen, die derzeit mit Blick auf die schwierige Situation in Afrika bestehen. Koberstein ergänzte das Gespräch mit seinen persönlichen Erfahrungen aus Elternsicht. Peter und Ann-Katrin von Regenbogen-NAK gaben einen Einblick in die Aktivitäten der Gruppe und ihre persönlichen Erlebnisse in der Kirche. Da Bezirksapostel Klingler am Tag der Veranstaltung seinen 65. Geburtstag feierte, sangen die Anwesenden ihm ein Ständchen und überraschten ihn mit einer Regenbogen-Torte. Zudem erhielt er als Geschenk einen Schirm in Regenbogen-Farben, mit dem er zum ersten „Schirmherren“ der Gruppe ernannt wurde.

Das Fazit nach drei Tagen: unzählige Begegnungen, viele persönliche Gespräche, ein enormes positives Feedback. Das Gefühl, in breiten Schichten der Kirche angekommen zu sein. Aus vielen Gesprächen die Gewissheit, dass die getane Arbeit wichtig ist. Die Erkenntnis, gerade im Hinblick auf Afrika und andere Teile der Welt noch einiges an Weg vor sich zu haben. Aber der bleibende Eindruck, einen Schritt weiter gekommen zu sein. Die Überzeugung, dass „all inclusive“ in der Kirche möglich ist – wenn wir alle daran arbeiten.

Wir sagen Danke!

Die Regenbogen-NAK bedankt sich bei allen, die durch ihren Beitrag den Auftritt beim IKT möglich gemacht haben. Neben zahlreichen privaten Spendern gilt der Dank den europäischen Bezirksaposteln, die durch ihre Zuwendungen den Großteil des Standbaus sowie den Druck der Infomaterialien finanziert haben. Wir bedanken uns herzlich für diese Unterstützung und die damit verbundene Wertschätzung unserer Arbeit!

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27.-29. Oktober 2017: Offenbach (Deutschland)

04.-06. Mai 2018 : Münster (Deutschland)

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