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HIV auf dem Rückmarsch – Diskriminierung auch?

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen geht zurück. Neben der Verbreitung des Virus gilt es, bestehende Vorurteile zu bekämpfen.

Herrscht bei uns noch Ausgrenzung oder ist jeder willkommen? (c) jurek / pixelio.de

Ein großer Erfolg im Kampf gegen HIV: UNAIDS, das Programm der Vereinten Nationen zur Bekämpfung von Aids, verkündet in seinem jährlichen Bericht, dass die HIV-Infektionen zwischen 2001 und 2011 deutlich zurückgegangen sind. Im vergangenen Jahr infizierten sich weltweit rund 2,5 Millionen Menschen mit dem gefährlichen Virus, davon 30.000 in West- und Mitteleuropa. Das sind rund 20 Prozent weniger Neuansteckungen als noch zehn Jahre zuvor. In einigen Ländern Afrikas und der Karibik hat sich die Zahl der Neuinfektionen sogar halbiert.

Aufklärungskampagnen und eine zunehmend bessere medizinische Versorgung zeigen Wirkung. Bis 2015 will UNAIDS die Zahl der Neuinfektionen weltweit halbieren. Hilfsorganisationen rund um die Erde arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Vision greifbarer wird. Auch wenn Jahr für Jahr weniger Infektionen auftreten: Weltweit leben derzeit über 34 Millionen Menschen mit HIV. In West- und Mitteleuropa sind es rund 900.000. Die Lebensqualität von Betroffenen hängt nicht nur von der medizinischen Versorgung ab. Maßgeblich ist auch, ob sich HIV-Infizierte in ihrem Umfeld akzeptiert fühlen.

Vorurteile abbauen

In der Familie,  am Arbeitsplatz, in der Gemeinde – Vorurteile halten sich oft hartnäckig: Aids sei eine Schwulenkrankheit. HIV sei selbstverschuldet, ja gar eine Strafe Gottes. Körperkontakt mit Infizierten sei gefährlich. Noch immer scheuen sich viele Betroffene, sich in ihrem Umfeld zu offenbaren. Zu groß ist die Angst beurteilt, abgelehnt oder ausgegrenzt zu werden.

Die Regenbogen-NAK hat zum Welt-Aids-Tag immer wieder zum Nachdenken rund um die Situation HIV-positiver Menschen angeregt:

Wie leben neuapostolische Betroffene auf verschiedenen Kontinenten mit der Infektion?

Wie gehen wir mit HIV-positiven Menschen um, am Arbeitsplatz – aber auch in der Gemeinde?

Der Welt-Aids-Tag kann ein Anlass sein, die eigene Einstellung zum Thema HIV/Aids zu hinterfragen. Trägt mein Verhalten dazu bei, dass sich Betroffene in meinem Umfeld akzeptiert fühlen? Wie würde ich reagieren, wenn sich mir ein HIV-Infizierter offenbart? Werden in meiner Gemeinde Vorurteile kultiviert oder herrscht ein Klima der Offenheit und Toleranz?

Auf ihrer Website verkündet UNAIDS die Vision: „In Richtung Null: Null HIV-Neuinfektionen, null Aidstodesfälle, null Diskriminierung.“ Jeder von uns kann dazu beitragen, dass zumindest der letzte Punkt keine Vision bleibt


Nächste Treffen:

4.-6. Mai 2018 : Münster (Deutschland)

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