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HIV / Aids: Wie vorbehaltslos bist du?

1.12.2013 | Zum Welt-Aids-Tag ruft die Regenbogen-NAK zu Solidarität mit Menschen mit HIV auf.

Bemalte Hauswand in Brüssel (Belgien)

Mobbing am Arbeitsplatz, Abweisung in Arztpraxen, Ausgrenzung im Freundeskreis ... Für Menschen mit HIV ist Diskriminierung bittere Realität. Selbst wer hierzulande das Glück hat, mit Medikamenten relativ beschwerdefrei leben zu können, sieht sich noch immer starken Vorurteilen und Ablehnung ausgesetzt.

Aus Angst vor Diskriminierung tragen viele Betroffene ihre Infektion als Geheimnis mit sich herum. Sie offenbaren sich niemanden oder nur ganz wenigen Menschen. Viele leiden darunter, sich nicht mitteilen zu können. Andere lassen sich gar nicht erst testen, weil sie sich vor negativen Konsequenzen fürchten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass jeder dritte bis fünfte HIV-Positive nichts von seiner Infektion weiß – mit schlimmen Folgen für die Betroffenen selbst und andere.

Die Deutsche Aidshilfe appelliert daher anlässlich des Welt-Aids-Tages 2013 für mehr Einsatz gegen Diskriminierung. „Diskriminierung von Menschen mit HIV macht krank und kann sogar tödlich sein“, sagt Vorstandsmitglied Carsten Schatz. Der Appell richtet sich in erster Linie an Politik, Wirtschaft und das Gesundheitssystem. Aber jeder Einzelne kann letztlich dazu beitragen, Diskriminierung gegenüber Menschen mit HIV abzubauen.

„Ich habe Krebs.“ – „Du Armer!“ „Ich bin HIV-positiv.“ – „Oh!“  Wie reagierst du, wenn dir jemand seine Infektion offenbart? Was weißt du eigentlich über HIV/Aids, über das Leben von HIV-Positiven, über Wege, über die man sich infiziert und über solche, wo nicht? Ertappt man sich nicht immer wieder, auch ohne bösen Willen, zurückzuschrecken, aus einer irrationellen Angst? Dabei wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen. Bei Husten oder Niesen, dem gemeinsamen Gebrauch von Geschirr, bei Umarmungen oder Küsschen besteht keinerlei Gefahr.

Menschen mit HIV benötigen unsere Unterstützung. Auch in unseren Gemeinden ist HIV ein Thema und kann es für dich persönlich werden: wenn sich jemand bei dir ausspricht, wenn dir etwas zu Ohren kommt, wenn du Diskriminierung mitbekommst. Jesus ging auf alle Menschen vorbehaltslos zu, scheute nicht den Kontakt und die Berührung mit Kranken und Außenseitern. Nehmen wir ihn uns, nicht nur am Welt-Aids-Tag. zum Vorbild. Er ist das beste, das es gibt.


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