2007

Interkontinentales Regenbogentreffen in Buenos Aires

...wo es Liebe gibt ...donde hay amor

Buenos Aires, (Freitag 12. Oktober 2007)

Was lange währt, wird endlich gut. Nachdem verschiedene Regenbögen sich bereits seit einiger Zeit in Südamerika aufhielten, sind andere erst am Freitag in Buenos Aires angekommen. Die Reise war lang, aber es hatte sich sehr gelohnt.

Einige von uns trafen sich schon am Mittag im Gran Hotel Ailen zu einem gemeinsamen Mittagessen, von hier machten wir uns mit der Subte (Metro) auf zur Zentralkirche von Buenos Aires. Leider war niemand da, der sie uns hätte zeigen können, doch konnten wir glücklicherweise in der Verwaltung der NAK Argentinien einen Termin für den Samstagmorgen vereinbaren.

Abends trafen wir die argentinischen Mitglieder vom Arco Iris im Grillrestaurant "El Gaucho" zum gemeinsamen Abendessen. Es war ein sehr herzliches Begrüßen. Jeder ging sofort auf den anderen zu, und niemand ließ sich von einer eventuellen Sprachbarriere abhalten. Schon an diesem Abend wurde viel über die Themen des nächsten Tages gesprochen. Wir haben viel gelacht und sehr gut gegessen. Jeder hatte die Gelegenheit mit jedem zu sprechen, und es war ein sehr herzlicher und schöner Abend.

Immer wieder wurde einerseits betont, dass man es fast nicht glauben könne, dass nach dieser langen Zeit der Planung das Treffen endlich stattfinden konnte, auf der anderen Seite, konnte wir es fast nicht fassen, dass es der Regebogen seit seiner Gründung bereits geschafft hat, die Kontinente miteinander zu verbinden. Ein schönes Erlebnis.

Nach kurzer Nacht trafen wir europäischen Regenbögen uns um 11 Uhr bei der Zentralkirche zur Besichtigung. Zu unserer großen Überraschung, trafen sich dort um die gleiche Zeit auch die Gemeinde-, Bezirks- und Jugendchordirigenten des Großraums Buenos Aires (ca. 120 DirigentInnen) zu Proben und Schulung.

Ein Bezirksaelteste zeigte uns die Kirche und als wir auf der Empore waren, sang der Chor einige Lieder für uns. Nach kurzer Zeit wurden wir gefragt, ob wir bei einem Lied mitsingen möchten. Gemeinsam sangen wir das Lied "El Señor es mi luz" ("Der Herr ist mein Licht"), und "unser" Rolf wurde zum Dirigieren aufgefordert. Auf spanisch, deutsch, französisch und niederländisch schallte es in der Zentralkirche, die eine wunderbare Akkustik hat, wider. Die Zentralkirche oder "Templo Central" wurde bei der Renovierung vor wenigen Jahren mit einer großen Pfeifenorgel ausgestattet und hat ca. 2000 Sitzplätze.

Nicht wenige hatten während des Singens oder spätestens danach Tränen in den Augen. So wird es einmal im Himmel sein, wenn wir als Gottesvolk im Hochzeitssaal vereint das neue Lied zusammen singen. Dieser Moment wird allen unvergessen bleiben.

Um 14 Uhr trafen wir uns in den Räumen von "Puerta Abierta" ("Offene Tür"), einer schwul-lesbischen Initiative von Buenos Aires. Hier trafen wir die bereits versammelten Mitglieder aus Argentinien, und wieder gab es einen ausgesprochen herzlichen Empfang. Für unser leibliches Wohl war auch gesorgt, es wurden herrliche Empanadas mit unterschiedlicher Füllung gereicht.

Kurz darauf starteten wir mit der vorbildlich strukturierten und gut geplanten Sitzung. Zuerst wurde die Geschichte der Regenbogen-NAK von der Gründung bis zum heutigen Tag aufgezeigt und unsere Niederländer sprachen über ihre Erfahrungen in ihrem Bezirk. Danach wurde ein kurzes Video des letzten internationalen Regenbogentreffens in Nürnberg gezeigt. Es gab verschiedene Arbeitsgruppen und Gesprächsthemen, an denen alle begeistert teilnahmen.

Am Schluss der Sitzung wurde beinahe Weihnachten gefeiert. Wir Europäer bekamen alle eine von Hand gemachte Maté-Tasse. José, ein Bruder aus Entreríos, hatte sie selbst hergestellt, dazu gab es für jeden von uns Europäern eine persönliche Karte mit allen Unterschriften vom Arco Iris, sowie verschiedenen Wünschen. Mario verteilte allen eine wunderschöne Regenbogenkarte mit folgendem Inhalt:

..Dios creó una infinidad de colores y con amor los unió en el Arco Iris...

..Gott schuf unendlich viele Farben und vereinte sie liebevoll im Regenbogen...

Ganz zum Schluss trug uns der Arco Iris Chor noch ein wunderschönes Lied auf deutsch vor. Wir waren alle sehr gerührt, tiefbewegt haben wir dann auf spanisch in die zweite Strophe eingestimmt. Es lautet folgendermaßen:

 

Jesucristo nos alegra donde hay amor.

El disipa la tristeza donde hay amor.

El amor nos hace orar, el amor da libertad.

Las tinieblas se hacen luz donde hay amor.

Donde hay amor, donde hay amor.

Todo el pueblo va cantando, donde hay amor.

Donde hay amor, donde hay amor,

Gozo y paz abundan siempre donde hay amor.

 

Jesus Christus erfreut uns, wo es Liebe gibt.

Er zerstreut die Sorgen, wo es Liebe gibt.

Seine Liebe lässt uns beten, die Liebe gibt Freiheit,

Aus der Finsternis wird Licht, wo es Liebe gibt.

Wo es Liebe gibt, wo es Liebe gibt.

Das ganze Volk geht singend, wo es Liebe gibt.

Wo es Liebe gibt, wo es Liebe gibt.

Freud und Frieden gibt´s in Fülle, wo immer es Liebe gibt.

 

Nach der effizienten Sitzung musste noch kurz aufgeräumt werden, bevor wir dann zum gemeinsamen Essen ins Restaurant "El Capataz" gingen.

Es zeigte sich einmal mehr, wie wichtig neben der Sitzung die einzelnen Gespräche untereinander sind. Die Sprache war nicht wirklich ein Hindernis. Viele konnten englisch oder spanisch. Wir haben viel gesprochen und Erfahrungen ausgetauscht, auch haben wir viel gelacht. Es war so schön, diese Herzlichkeit miteinander teilen zu können.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns zum Gottesdienst in der Kirche Parque Patricios, einer von vielen in dieser Stadt. In Buenos Aires gibt es Stadtbezirke mit 20 Kirchen, insgesamt leben in Buenos Aires über 55000 Glaubensgeschwister!!

Das Textwort lautete:

Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden; dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40.31)

Nach dem Gottesdienst, haben der Dienstleiter und einer der Priester uns herzlich willkommen geheißen und noch ein wenig mit uns gesprochen. Unter anderem sagte er, dass es in der Ewigkeit keine Männer oder Frauen gibt, nur unsterbliche Seelen, welche vor Gott alle gleich sind. Danach verabschiedeten sie sich persönlich von uns.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto, mussten leider einige schon wieder den Nachhauseweg antreten. Sind doch einzelne Mitglieder des argentinischen Arco Iris über 400 Kilometer (Mar del Plata) nach Buenos Aires gereist.

Anschließend an den Gottesdienst erlebten wir eine ausführliche und spannende Stadtführung. Eine Schwester aus Buenos Aires zeigte uns Details der Stadt, wie etwa den Kongress, die verschiedenen Kuppeln, die Kathedrale, das Viertel San Telmo, wo an Sonntagen ein großer Antiquitäten- und Kunsthandwerksmarkt stattfindet, sowie das farbenprächtige Künstlerviertel La Boca. Ein spezieller Eindruck ist uns geblieben, als wir mit der alten Subte Linie A von 1912 gefahren sind. Die Bahnwagen sind noch original, mit Holzverkleidung und die Lampen mit Glasschirmen im Biedermeierstil. Auch die Haltestation "Peru" ist noch originalgetreu erhalten.

Insgesamt nahmen an den diversen Aktivitäten 32 Brüder und Schwestern aus Argentinien, Deutschland, der Schweiz, Chile, den Niederlanden und Frankreich teil.

Nach kurzen aber intensiven Abschiedsszenen endete dieses wundervolle Treffen. Ein argentinischer Bruder sagte: "Es war einfach wunderbar! Wir haben alle dasselbe erlebt: Den Himmel auf Erden!"

Wir hoffen euch allen mit diesem Bericht einige Erlebnisse und Eindrücke vom Interkontinentalen Regenbogentreffen vermittelt zu haben.

 


Nächste Treffen:

4.-6. Mai 2018 : Münster (Deutschland)

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