2007

In der Stadt der Pioniere und des Löwen

Bericht vom 21. Internationalen Regenbogentreffen vom 23. - 25. Februar 2007 in Braunschweig

Verwöhnt von der Frühlingssonne der vergangenen Tage und in Vorfreude auf die schöne Gemeinschaft der Regenbögen kamen wir in Braunschweig an. Auch die "Mitte Deutschlands" wurde vom Wintereinbruch in Dänemark und Teilen Skandinaviens in Mitleidenschaft gezogen, so dass ein eiskalter Wind wehte, als wir durch die Gassen der malerischen Innenstadt liefen. Wunderbare, zum Teil originale, zum Teil restaurierte alte Hausfassaden bilden den Rahmen der historischen Altstadt Braunschweigs. Den traditionellen Einstieg ins Regenbogenwochenende begehen wir immer mit einem Willkommensabend. 50 Teilnehmer aus Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland trafen im "Xtrend", einem Restaurant gegenüber dem Residenzschloss ein. Es war auch dieses Mal wieder ein großes "Hallo" und man freute sich auf ein Wiedersehen oder begrüßte die Neuankömmlinge, die den Regenbogen um eine Farbschattierung reicher werden lassen.

Samstags 9 Uhr begann die Sitzung der Regenbögen in den Räumlichkeiten im Gemeindehaus der Kirche Braunschweig-Ost. Zunächst blickten wir ins vergangen Jahr zurück unter dem Motto: "irritierende Zeichen 2006". Schwerpunkt dabei waren die beiden Interviews des Stammapostels in der Zeitschrift "Unsere Familie" und die Reaktionen darauf. Arne und Conny berichteten über das Treffen mit dem Gremium für besondere Angelegenheiten am 09.Januar diesen Jahres. Über inhaltliche Schwerpunktthemen wurde diskutiert und Vorschläge und Anregungen über Aktionen und Treffen in der Zukunft gesammelt. Da die Zeit immer viel zu kurz ist für das Arbeitspensum, wurden in verschiedenen Gruppen unterschiedliche Punkte erarbeitet und anschließend zusammengefasst vorgetragen.

Um wieder zu Kräften zu kommen, wurden wir von unserem Organisationstalent Uwe und seinem Helferteam mit Leckereien und Getränken versorgt. Nach der Mittagspause erlebten wir sehr bewegende Momente. Unsere Conny Claus möchte sich von ihrer aktiven Rolle als stellvertretende Leitung der Regenbogen NAK zurückziehen. Sie wird uns weiterhin unterstützen und im Hintergrund tätig sein. Liebe Conny, von dieser Stelle aus danken wir Dir nochmals für Deine Entschlossenheit, Dein Durchhaltevermögen, Deine Hilfe und Unterstützung und das offene Ohr, das Du für jeden von uns hattest. Möge der Segen des himmlischen Vaters auf Dir ruhen und sein Schutz allzeit mit Dir sein. Die Rosen, die Du von jeder/m bekommen hast, werden verwelken. Aber in unseren Herzen wird der Platz für Dich bleiben. Die Worte von Hildegard Knef mögen Dich begleiten:

Für Dich soll´s rote Rosen regnen

Dir sollten sämtliche Wunder begegnen

das Glück sollte sich sanft verhalten

es soll Dein Schicksal mit Liebe verwalten

Am späteren Nachmittag bekamen wir dann lieben Besuch des Bezirksvorstehers Jürgen Friedemann, des Vorstehers der Gemeinde Braunschweig-Ost, Uwe Engelke und des Priesters Stefan Fritschi aus Shanghai, der zu Besuch in seiner alten Gemeinde Braunschweig-West war. Es war eine sehr herzliche und offene Begegnung. Die geführten Gespräche waren geprägt von Toleranz, Verständnis und einer Vorfreude auf den Gottesdienst am Sonntag Morgen.

Beim traditionellen Bunten Abend kam der Leib wieder zu Kräften und die Lachmuskeln wurden trainiert. In "Franzis Wirtshaus" gab´s schon mal einen Vorgeschmack auf das nächste Treffen in Nürnberg. Wir wurden kulinarisch verwöhnt mit bayrischen Schmankerln und Weißbier. Bei der Galavorstellung unserer Inge Meisel hingen manche quer überm Tisch und Brigitte Mira drehte sich im Grab um.

In der Gemeinde Braunschweig-Ost umfing uns eine warme, offene und Willkommen heißende Atmosphäre. Der Blick wurde auf den Altar gelenkt, an dem die Worte aus dem Korintherbrief zu lesen sind: "Die Liebe höret nimmer auf". Im Vorfeld des Regenbogentreffens wurden viele Gebete zum Thron Gottes geschickt und wir hatten offene Herzen für diesen besonderen Gottesdienst, der auch zur Vorbereitung auf den kommenden Entschlafenengottesdienst diente. Der Bezirksvorsteher Friedemann hielt den Gottesdienst, dem das Textwort aus dem Johannesevangelium 3, Vers 16 zu Grunde lag: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben". Der Chor leitete das Erleben mit dem Lied "Gott ist die Liebe" ein. Auf diese Liebe Gottes und die Liebe unter den Menschen ging der Bezirksälteste besonders ein. Die Liebe ist eine besondere Macht. Deshalb ist wahre Versöhnung nur durch Liebe möglich. Im Hinblick auf den Entschlafenengottesdienst ist es wichtig, den Seelen ohne Vorbehalt und Vorurteil zu begegnen. Eine ganz besondere Bewegung war zu spüren, als der Bezirksälteste der Gemeinde erklärte, dass ihn durch die Begegnung am Tag zuvor ein Gedanke speziell beschäftigt. Er wies auf die Verstorbenen hin, die wegen ihrer Homosexualität verfolgt und umgebracht worden sind. Gemeinsam sangen wir dann das Lied 233 "Ach komm, füll unsere Seelen ganz". In der 3. Strophe spiegelte sich das ganze Dienen der Brüder wieder und die Atmosphäre, die dadurch in der Gemeinde entstand:

Das ist der Liebe freundlich Amt dass sie zurecht bringt, nicht verdammt Ach, wer steht unbescholten? Und was sind wir, Herr Gott, vor dir dass wir verdammen sollten?

Auch freuten wir uns über die Aufnahme eines Bruders in die Gemeinde. Nach dem Gottesdienst sorgten wieder fleißige Hände für unser leibliches Wohl. Es fanden sehr herzliche Gespräche und Begegnungen mit den Geschwistern und den Amtsträgern statt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Bezirksvorsteher Friedemann und den Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Engelke für ihr Dasein, für das Verständnis, die Geduld und die Offenheit, die sie uns entgegenbrachten. Auch vielen Dank den Geschwistern aus Braunschweig-Ost für die liebevolle Aufnahme in ihrer Gemeinde. Und last but not least ein dickes Lob und ein noch größeres Dankeschön an Uwe und seine Helfer, Susanne und Stefan. Es war alles bestens und tadellos organisiert und wir haben uns rundherum wohl gefühlt.

Das Erleben wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und uns im Zurückschauen immer wieder Kraft verleihen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit all den Regenbögen! Bis bald in Nürnberg!!

 


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